TitelseiteArtikel & ReiseguidesReisebericht aus Costa Rica: Unmöglich, nur ein einziges Highlight auszuwählen

Reisebericht aus Costa Rica: Unmöglich, nur ein einziges Highlight auszuwählen

08.02.2026
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Costa Rica ist ein Land, in das man immer wieder zurückkehren möchte. 2025 besuchte unsere Reisespezialistin Meike Costa Rica erneut und hatte so die Gelegenheit, noch mehr von diesem wunderschönen Land zu entdecken. Doch was würde sie als Höhepunkt ihrer Reise hervorheben? Lesen Sie unten von ihren Erlebnissen..

Meike blickt über das Wasser im Nationalpark Corcovado

Aus 2 Wochen Costa Rica einen Höhepunkt zu benennen, ist wohl kaum möglich. Dieses kleine, unglaublich vielfältige Land hat mich schon beim ersten Besuch mit meiner Familie als Selbstfahrerin in seinen Bann gezogen – und ehrlich gesagt, nie wieder losgelassen. Seitdem habe ich davon geträumt, eines Tages zurückzukehren. Nun war es endlich so weit. Zurück im Naturparadies Costa Rica durfte ich neben Manuel Antonio und Uvita auch die Halbinsel Osa mit ihrem beeindruckenden Corcovado- Nationalpark erleben. Und erleben trifft es wirklich perfekt: Von der Anreise mit dem Boot über das Eintauchen in die dichte, lebendige Natur bis hin zum Rückflug in einer kleinen Cessna – jeder Moment fühlte sich nach Abenteuer an. Dieses abgelegene Stück Erde ist nicht einfach ein Reiseziel, sondern ein Erlebnis, das man mit allen Sinnen spürt.

Eine Gruppe Menschen in einem Boot im Nationalpark Corcovado

Von Sierpe aus ging es mit dem Boot gut eine Stunde nach Drake Bay, einem winzigen, abgeschiedenen Ort auf der Halbinsel Osa. Schon bei unserer Ankunft wurde uns klar: Hier reisen wir wirklich „off the beaten track“. Einen Anleger gab es nicht – wir kletterten barfuß aus dem Boot, krempeln die Hosen hoch und erreichten den warmen Sandstrand. Die einzige Straße durch den Ort ist unbefestigt, und kaum sitzen wir wieder im Wagen, fuhren wir durch eine Explosion aus Grün: tropische Blumen, dichte Büsche, das Summen des Waldes überall um uns herum. Für eine Naturliebhaberin wie mich war das der perfekte Start in ein Abenteuer.

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker früh – um 6 Uhr ging es schon los. Nach einem Frühstück aus Toast mit Rührei, Müsli, Saft und Kaffee saßen wir wieder im Boot, bereit für den Corcovado-Nationalpark, einen der artenreichsten Parks Costa Ricas. Die Fahrt entlang der Küste bei aufgehender Sonne war pure Magie: das Licht tanzte auf den Wellen, die Gischt spritzte in unsere Gesichter, und zwei Delfine begleiteten uns ein Stück – wir konnten es kaum fassen. Immer wieder tauschten meine Freundin und ich ungläubige Blicke: Ja, wir sind wirklich hier!

Meike späht in Corcovado mit dem Fernglas nach Wildtieren

Die Artenvielfalt der Ökosysteme in Corcovado zeigte sich umgehend, bereits nach ungefähr 100 Metern entdeckten wir einen Tapir neben uns im Unterholz. Unser Guide war begeistert und unsere Gruppe von 8 Personen wanderte daraufhin höchst motiviert durch die riesigen Bäume, immer einen Blick in den Ästen und im Regenwald um uns herum. Wir entdeckten unter anderem rote Aras, Faultiere, Brüllaffen und Kapuzineraffen, Leguane und Basilisken, eine Eule, eine Schlange, Tukane und Krokodile. Die Liste würde mit allen entdeckten Tieren noch einmal deutlich länger, für mich aber immer wieder begeisternd waren die Klammeraffen, die sogenannten Spider Monkeys. Mit ihren runden Bäuchen hängen sie an dem langen Schwanz, Händen und Füßen zwischen den Bäumen und bauen so Brücken für Ihre Jungtiere – ich hätte es mir den ganzen Tag ansehen können.

Spinnenaffe im Corcovado-Nationalpark, Costa Rica

Mein großartiger Plan, meine Kollegen mit einem Foto von einem Jaguar zu überraschen, ging leider nicht auf. Auch wenn die Großkatzen in letzter Zeit immer mal wieder gesichtet wurden, habe ich sie nicht sehen können. Vielleicht ein guter Grund, noch einmal wieder zu kommen?

Meike beim Schnorcheln in der Drake Bay, Costa Rica

Ich liebe die Meere und Unterwasserwelt und somit war das Schnorcheln in dieser Region für mich ein weiterer Höhepunkt der Reise. Mein großer Wunsch war es, noch einmal Haie zu sehen, was meine Freundin ohne Schnorchel-Erfahrung und weniger Begeisterung für Haie eher nervös werden ließ. Wir schwammen zwischen Fischschwärmen und großen Wasserschildkröten, unsere Guides immer aufmerksam und beschäftigt, uns alle Tiere rechtzeitig zu zeigen. Nach zwei Schnorchelgängen und einer Pause an einem paradiesischen Strand ging es weiter zu einem Mittagessen, welches ebenfalls direkt am Meer serviert wurde – mit Blick auf sanft wiegende Palmen, den Pazifik und malerische Felsen.

Wunderschöner Ausblick nahe der Insel Caño in Costa Rica

Auf dem Rückweg per Boot haben wir dann auch noch einen Buckelwal entdeckt. Unser Boot stoppte sofort, sodass wirden jungen Walbullen für einige Minuten beobachten konnten, wie er sanft durch das Wasser glitt. Wir waren im September hier, einem Monat mit höchsten Niederschlagswerten, aber eben auch Walsaison für die Buckelwale.

Schon einige Tage zuvor durften wir bei Manuel Antonio eine Buckelwalkuh mit ihrem Kalb fast eine Stunde lang beobachten, dort haben wir allerdings auch bewusst eine Walsafari gemacht. Diese völlig unerwartete Begegnung auf unserem Schnorchelausflug vor Corcovado – so nah, so echt – ließ dieses Erlebnis zu einem weiteren Moment werden, den wir wohl nie vergessen werden.

Zurück in Bahía Drake ließen wir den Tag ganz entspannt ausklingen. In einem kleinen Café mit Schaukelstühlen fanden wir unseren perfekten Platz, um uns einer der schönsten Seiten Costa Ricas hinzugeben – dem Pura Vida. Mit einem kühlen Getränk in der Hand blickten wir in die üppige Natur, ließen die Erlebnisse des Tages nachklingen und genossen das wohl schönste Nichts-Tun der Welt. So vielfältig und faszinierend dieses Land auch ist – ich kann nur empfehlen, sich unterwegs immer wieder Zeit für solche besonderen Augenblicke zu nehmen.

Meike und eine Freundin genießen ein Getränk in einem Café in Costa Rica

Normalerweise fällt es mir sehr schwer, mich von so besonderen Orten wie Bahia Drake zu trennen und weiter zu reisen. In diesem Fall wurde uns der Abschied durch ein besonderes Erlebnis erleichtert. Statt, wie auf dem Weg hier her, mit dem Boot zu kommen, haben wir die Rückreise mit einem kleinen Flugzeug geplant. Ein Fahrer bringt uns zu einem sehr kleinen Flughafen, in unserem Fall betrieben von einer Person. Mit Blick auf die einfache, vom Regenwald gesäumte Landebahn wuchs in mir die Spannung. Sobald alle zehn Passagiere an Bord waren und unser Pilot die Cessna in die Luft brachte, wich jede Nervosität purer Begeisterung: Unter uns öffnete sich ein spektakuläres Panorama – der Ausblick auf die Küstenlinie war atemberaubend, und wir konnten uns kaum sattsehen.

Blick aus einem Leichtflugzeug über Costa Rica

Nach all den Eindrücken in Manuel Antonio und Corcovado hätte ich es kaum für möglich gehalten – doch unter uns, im tiefblauen Wasser des Pazifiks, zog ein weiterer Buckelwal seine Bahn, ruhig und anmutig, als wolle er uns ein letztes Mal grüßen.

Wenn ich an den Anfang dieses Berichts zurückdenke, muss ich ehrlich sagen: Einen einzigen Höhepunkt dieser Reise zu benennen, ist schlicht unmöglich. Jeder Tag hatte seine eigenen kleinen Wunder. Aber Bahía Drake und die Halbinsel Osa haben mich auf eine ganz besondere Weise berührt. Die Abgeschiedenheit, die Nähe zum Dschungel, das Rauschen des Meeres – hier fühlt man sich der Natur so nah wie selten irgendwo sonst. Wer Tiere und Wildnis liebt, sollte diesen Ort unbedingt einmal selbst erleben.

Meike

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