Stadtrundfahrt in Ho-Chi-Minh-Stadt
Heute erwartet Sie eine spannende halbtägige Stadtrundfahrt durch Ho-Chi-Minh-Stadt.
Ihr Guide und Fahrer holen Sie an Ihrem Hotel ab, und gemeinsam fahren Sie zur eleganten Dong-Khoi-Straße – einer der bekanntesten Boulevards Saigons. Die Straße schlängelt sich durch das Herz des alten Kolonialviertels, wo französische Architektur, Modeboutiquen, Kunstgalerien und charmante Cafés Seite an Seite liegen. Sie sprüht vor Atmosphäre und Geschichte und spielte eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Stadt – von der kolonialen Pracht vergangener Zeiten über die Wirren des Krieges bis hin zur heutigen pulsierenden Metropole. Auch Graham Greene ließ hier zentrale Szenen seines Klassikers Der stille Amerikaner spielen.
Sie passieren das Opernhaus von Saigon, ein architektonisches Meisterwerk aus dem Jahr 1901 und ein lebendiges Symbol des kulturellen Erbes der Stadt. Im Laufe der Jahre diente das Gebäude unter anderem als Luftschutzbunker und als Sitz des Unterhauses des südvietnamesischen Parlaments – ein Bauwerk mit einer bemerkenswerten Geschichte.
Anschließend besichtigen Sie das Alte Postamt, entworfen vom weltberühmten französischen Ingenieur Gustave Eiffel. Mit seinen anmutigen Bögen, der eleganten Eisenkonstruktion und seiner historischen Atmosphäre ist es ein eindrucksvolles Zeugnis des französischen Einflusses auf Ho-Chi-Minh-Stadt.
Direkt gegenüber dem Alten Postamt steht die ikonische Kathedrale Notre Dame, die zwischen 1863 und 1880 errichtet wurde. Dieses beeindruckende Relikt der französischen Kolonialzeit mit seinen markanten roten Ziegeln und den hohen Türmen zählt bis heute zu den meistgeschätzten Wahrzeichen der Stadt.
Wenn Sie zur Kathedrale blicken, sehen Sie hinter sich ein graues Gebäude. Manche erkennen es möglicherweise als die „Pittman Apartments“ in der Gia-Long-Straße Nr. 22 – bekannt durch das berühmte Foto des niederländischen Fotografen Hubert van Es vom 29. April 1975, das den Fall von Saigon dokumentiert. Auf diesem Dach landete ein Hubschrauber – eine Szene, die viele fälschlicherweise der amerikanischen Botschaft zuschrieben. Ihr Guide erzählt Ihnen die eindrucksvolle Geschichte der Evakuierung und die verborgene Rolle, die dieses Gebäude in den letzten Stunden des Krieges spielte.
Die Tour führt Sie weiter zum historischen Wiedervereinigungspalast, wo der Vietnamkrieg – in Vietnam auch als Amerikanischer Krieg bekannt – offiziell endete. Am 30. April 1975 durchbrach ein nordvietnamesischer Panzer das Tor des Palastes und markierte damit das Ende eines blutigen Konflikts, der 58.000 Amerikanern und rund 3 Millionen Vietnamesen das Leben kostete. Hier besichtigen Sie die Kriegsräume, prunkvollen Säle und das Büro des Präsidenten.
Im Anschluss besuchen Sie das Kriegsüberreste-Museum, das einen bewegenden Einblick in die verheerenden Folgen des Krieges bietet. Die Ausstellungen veranschaulichen eindrucksvoll die grausame Realität und die menschlichen Opfer dieses Konflikts.
Ihr nächstes Ziel ist eines der weniger bekannten, selten besuchten Museen Ho-Chi-Minh-Stadts: das Saigon-Commandos-Museum. Hier erwartet Sie ein besonderer Einblick in das Alltagsleben während des Krieges, erzählt von einem ortsansässigen Zeitzeugen. Das Museum befindet sich in einem unscheinbaren Wohnhaus aus dem Jahr 1963, das nach außen wie ein gewöhnliches Zuhause wirkt. Hinter der schlichten Fassade verbirgt sich jedoch eine frühere Einsatzbasis, die von Tran Van Lai, einem vietnamesischen Widerstandskämpfer, geleitet wurde. Während des Krieges tarnte er sich als Möbelbauer und half den Kommandoeinheiten der Stadt, Waffen zu verstecken und Missionen zu planen. Die Ausstellungen erzählen die Geschichte dieser mutigen Kämpfer – geprägt von Strategie, Geheimoperationen und außergewöhnlicher Widerstandskraft unter extremen Bedingungen.
Zum Abschluss können Sie im Café des Museums noch ein Getränk genießen und das besondere „Butterbier“ probieren.
Anschließend werden Sie zurück zu Ihrem Hotel gebracht. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung.