TitelseiteArtikel & ReiseguidesErleben Sie das fantastische Weltkulturerbe Asiens

Erleben Sie das fantastische Weltkulturerbe Asiens

03.06.2018  |  aktualisiert: 22.01.2026
Alle Beiträge ansehen

Eine Frau erkundet Angkor Wat in Kambodscha

Südostasien hat viele großartige Kultur- und Naturgebiete zu bieten, die auf der UNESCO-Liste stehen.

Die UNESCO-Weltkulturerbe/Weltnaturerbe-Liste ist eine Liste mit Kultur- und Naturstätten, die erhalten werden sollten und Bedeutung für unsere Geschichte haben. An diesen Orten fanden häufig wichtige Epochen der Geschichte eines Landes statt, welche die heutige Zivilisation geprägt haben.

Sie als Reisender besuchen häufig die Orte, die sich auf der UNESCO-Liste befinden und großartige Erlebnisse versprechen.

Nachstehend haben wir 10 interessante UNESCO-Sehenswürdigkeiten ausgewählt, die Sie bei Ihrer nächsten Reise nach Ost- und Südostasien besuchen können.

Melaka und George Town, Malaysia

Schöne Straße in George Town in Malaysia

An der Westküste Malaysias liegen die historischen Städte Melaka und George Town; gemeinsam stehen sie auf der UNESCO Welterbeliste – wegen ihres herausragenden Kulturerbes und als faszinierende Fenster in die koloniale Vergangenheit des Landes.

Beide Städte, seit Langem bedeutende Handelshäfen an der Straße von Malakka, sind seit Jahrhunderten von Begegnungen zwischen Ost und West geprägt. Malaiische, chinesische, indische und europäische Einflüsse verschmelzen hier und schaffen eine besondere Atmosphäre, die Sie von der Küche bis zur Architektur überall spüren.

In Melaka sollten Sie den bezaubernden Dutch Square, auch Roter Platz genannt, nicht verpassen. Prächtige rote Gebäude fallen hier sofort ins Auge, darunter die 300 Jahre alte niederländische Kirche.

George Town auf der Insel Penang bietet einen lebendigen Mix aus gut erhaltenen Gebäuden aus der Kolonialzeit, Street-Art und historischen Vierteln. Berühmt ist die Stadt zudem für ihr fantastisches Streetfood: In der Luft liegt eine betörende Vielfalt an Düften und Aromen aus aller Welt.

Borobudur auf Java, Indonesien

Borobudur auf Java

Wenn Sie die Insel Java erkunden, müssen Sie auch unbedingt Borobudur sehen.

Borobudur ist das größte buddhistische Monument der Welt. Der Tempel wurde im 8. und 9. Jahrhundert der Syailendra-Dynastie errichtet und circa im 15. Jahrhundert verlassen. Danach verfiel Borobudur mehrere Hunderte Jahre lang.

Er wurde im 19. Jahrhundert vom britischen Gouverneur Javas, Sir Thomas Standford Raffles, wiederentdeckt. Zu diesem Zeitpunkt war Borobudur allerdings völlig bedeckt mit Asche von einem Vulkanausbruch.

Wenn Sie Borobudur besuchen, können Sie ganz nach oben gehen in diesem enormen Monument, das wie eine Stufenpyramide aufgebaut ist.

Auf dem Weg nach oben können Sie die vielen wunderschönen Statuen und Reliefs des Tempels bestaunen, die vom Leben Buddhas erzählen. Von ganz oben haben Sie eine fantastische Aussicht auf die grünen Wälder und Berge.

Der alte Stadtteil von Hội An, Vietnam

Der alte Stadtteil von Hội An

In Zentralvietnam liegen die Stadt Hội An und dieser malerische alte Stadtteil.

Der Stadtteil gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, da er ein gutes Beispiel für eine hervorragend erhaltene Handelsstadt aus dem 15. bis zum 19. Jahrhundert ist.

Dieser Stadtteil wurde im Laufe der Zeit von chinesischer, japanischer und europäischer Kultur beeinflusst, was der Stadt eine ganz einzigartige Atmosphäre und Stimmung verliehen hat. Erleben Sie z. B. die japanische Brücke, die in japanischem Stil erbaut worden ist.

Diese Brücke wurde von den japanischen Einwohnern errichtet und sollte die Japaner mit den chinesischen Handelsleuten im 17. Jahrhundert auf der anderen Seite des Flusses verbinden.

Heute ist die japanische Brücke eine der berühmtesten Brücken Vietnams und das Wahrzeichen von Hội An.

In diesem alten Stadtteil herrscht aber am Abend eine völlig andere Atmosphäre. Die Straßen werden von bunten Papierlaternen erhellt. Nach Anbruch der Dunkelheit können Sie einige wunderschöne Fotos von den alten Gassen und den vielen Papierlaternen in diesem Stadtteil sowie von der japanischen Brücke machen, die ebenfalls beleuchtet ist.

Das zentrale Hochland, Sri Lanka

Sri Lanka World's end

Aufgrund seiner großen biologischen Vielfalt gehört das zentrale Hochland Sri Lankas zum Weltnaturerbe.

Das Hochland ist in drei Gebiete unterteilt: Peak Wilderness Protected Area, Knuckles Conservation Forest und Horton Plains Nationalpark.

In den Gebieten findet man ein fantastisches Tierreich mit Leoparden, Wildschweinen und Sambars. Darüber hinaus gibt es hier auch Pflanzenarten, die nirgendwo sonst im Land wachsen, Teeplantagen und rauschende Wasserfälle.

Bei ausgesuchten Reisen nach Sri Lanka besuchen Sie auch Horton Plains, einen der wunderschönen fantastischen Nationalparks Sri Lankas. Einer der Höhepunkte Ihrer Wanderung im Horton Plains Nationalpark ist der Aussichtspunkt „World´s End“.

Vom „Ende der Welt“ aus blicken Sie mehr als 1.000 Meter tief in den Abgrund. An diesem Aussichtspunkt haben Sie außerdem eine fantastische Aussicht auf die Berge des Nationalparks und den Nebelregenwald. An sonnigen Tagen sehen Sie bis zur Südküste Sri Lankas.

Luang Prabang, Laos

at Xieng Thong i Luang prabang Laos

Im Norden von Laos liegt die Stadt Luang Prabang – eine der größten Sehenswürdigkeiten in Laos.

Die gesamte Stadt befindet sich aufgrund ihrer einzigartigen Mischung von laotischer und europäischer Architektur aus der Kolonialzeit des 19. und 20. Jahrhunderts auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste.

Ein gutes Beispiel dafür ist die berühmte Attraktion der Stadt, das Royal Palace Museum, das eine Mischung aus französischer und laotischer Architektur ist.

Der Palast wurde zwischen 1904 und 1909 errichtet und war früher das Zuhause der Königsfamilie. Heute ist hier ein Museum. Eine der Hauptattraktionen des Museums ist der Prabang-Buddha, eine 83 cm hohe Buddha-Figur aus Gold.

Luang Prabang ist darüber hinaus von fantastischer Natur umgeben. Sie können z. B. die berühmten Kuang Si Wasserfälle besuchen. Wenn Sie sich ein wenig entspannen möchten, können Sie auch einfach die entspannte Atmosphäre in Luang Prabang genießen oder einige der Cafés und Restaurants der Stadt besuchen.

Shirakawa-go und Gokayama, Japan

Shirakawa-go

Shirakawa-go und Gokayama sind zwei kleine japanische Dörfer in den japanischen Alpen in Zentraljapan – abgeschirmt vom Rest der Welt.

Die Dörfer sind berühmt für die Gassho-Zukuri-Häuser.

Gassho-Zukuri bedeutet „gebaut wie betende Hände“. Die Häuser haben diesen Namen erhalten, da die Struktur der Strohdächer an die betenden Hände von Mönchen erinnert.

Die Häuser sind rund 300 Jahre alt. Diese Architektur gibt es nirgendwo sonst in Japan, was auch der Grund dafür ist, dass die Dörfer zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.

Die Dörfer wurden im 11. Jahrhundert gegründet. Viele Jahre lang war die Reise dorthin aufgrund der Lage und der Witterung um die Städte sehr schwierig. Es handelt sich nämlich um jenes Gebiet in Japan, in dem am meisten Schnee fällt.

Der Kontakt zur Außenwelt war daher sehr eingeschränkt. Dadurch blieben die eigenen einzigartigen Traditionen und die Lebensweise der Dörfer bestehen. Sie sind gute Beispiele dafür, wie Kulturen sich an die Umgebung anpassen.

Historischer Park von Ayutthaya, Thailand

Ayutthaya Historical Park in Thailand

Gleich nördlich von Bangkok liegt Thailands ehemalige Hauptstadt, die historische Stadt Ayutthaya.

Ayutthaya, vom 14. bis zum 18. Jahrhundert Hauptstadt des Königreichs Siam, war zu seiner Blütezeit ein bedeutendes Handelszentrum, das Händler aus aller Welt anzog.

Besuchen Sie Ayutthaya heute. Im Historischen Park von Ayutthaya begegnen Ihnen beeindruckende Tempelruinen – ein Zeugnis der uralten Geschichte der Stadt. Viele der Bauwerke wurden 1767 bei der Invasion der Birmanen zerstört, doch die Überreste erzählen noch immer von der einstigen Größe der Stadt.

1991 wurde der Park, der mehr als 60 Tempel und Buddha-Statuen umfasst, wegen seines herausragenden Zeugnisses traditioneller thailändischer Kunst in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Park zählen der in die Wurzeln eines Baumes eingewachsene Buddha-Kopf im Wat Mahathat und der riesige Liegende Buddha des alten Klosters Wat Lokaya Sutha, der sich mit gelassenem Lächeln 37 Meter am Boden entlangstreckt.

Die Chinesische Mauer

Die Chinesische Mauer

Die Chinesische Mauer ist eines der beeindruckendsten Bauwerke der Welt. Sie gehört nicht nur zum UNESCO-Weltkulturerbe, die Mauer ist auch eines der sieben neuen Weltwunder.

Die Mauer wurde über mehrere Jahrhunderte errichtet. Mit dem Bau begann man im Jahr 220 v. Chr., als Abschnitte der Verteidigungsanlage zu einem einzigen Verteidigungssystem zusammengeschlossen wurden. Der Bau ging weiter bis in die Ming-Dynastie (1368-1644 n. Chr.). Ursprünglich wurde die Mauer zum Schutz vor Invasionen aus dem Norden errichtet.

Die Chinesische Mauer ist aber nicht eine einzige lange Mauer, wie der Name es vermuten lässt, sondern sie besteht aus mehreren Mauerstücken, die alle im Anschluss aneinander errichtet worden sind. Was wir heute als Chinesische Mauer bezeichnen, ist jener Teil der Mauer, der während der Ming-Dynastie errichtet worden ist. Dieser Abschnitt ist inkl. Gräben, Schützengräben und natürlichen Barrieren wie z. B. Flüssen 8.851,8 km lang.

Besuchen Sie die Mauer z. B. bei Mutianyu, nördlich von Peking, da hier einer der am besten erhaltenen Abschnitte der Mauer ist.

Der tropische Regenwald von Sumatra, Indonesien

Der tropische Regenwald von Sumatra

Wenn Sie fruchtbare Natur und ein interessantes Tierreich lieben, sollten Sie den wunderschönen Regenwald Sumatras besuchen.

Der Regenwald ist in drei verschiedene Nationalparks unterteilt und bietet eine großartige biologische Vielfalt, weshalb er auch auf der UNESCO-Weltnaturerbe-Liste steht. Der Regenwald beheimatet unter anderem den Sumatra-Tiger, Nashörner, Elefanten und Malaienbären, die man nur in diesem indonesischen Gebiet findet. Hier gibt es außerdem Pflanzen, die nirgendwo sonst auf der Welt wachsen.

Um den Regenwald Sumatras zu erleben, sollten Sie die Stadt Bukit Lawang besuchen, die im grünen Regenwald des Nationalparks Gunung Leuser liegt. Von dort aus können Sie durch den Dschungel wandern. Es ist der beste Platz, um die seltenen Orang Utans Sumatras zu beobachten, die nur hier leben.

Angkor, Kambodscha

Angkor Wat

Angkor in Kambodscha ist eines der wichtigsten archäologischen Gebiete Südostasiens.

Die Anlage gehört deshalb zum UNESCO-Weltkulturerbe, weil es in diesem Gebiet viele unglaublich gut erhaltene und wunderschöne Tempel des Khmer-Imperiums gibt, das vom 9. bis zum 15. Jahrhundert an der Macht war und seine Zentrale in Angkor hatte.

Die Architektur und die vielen Details in Angkor erzählen von der Kultur, Religion und den Symbolen des Khmer-Imperiums. Die Weise, wie man Angkor zur Zeit des Khmer-Imperiums dekorierte, breitete sich auf ganz Südostasien aus.

Der berühmteste der Tempel und gleichzeitig die großartigste Sehenswürdigkeit Kambodschas ist Angkor Wat – eines der größten religiösen Monumente aller Zeiten. Der mittlere Turm ist 65 Meter hoch und umgeben von vier kleineren Türmen.

Erleben Sie das Weltkulturerbe bei Ihrer nächsten Reise

Möchten Sie das UNESCO-Weltkulturerbe bei Ihrer Reise in eines der interessanten Länder Asiens erleben?

Asien ist voll mit interessanten UNESCO-Sehenswürdigkeiten!

Diese Sehenswürdigkeiten sind immer einzigartig an dem Ort, an dem Sie sich befinden, ganz egal, ob es sich dabei um Sehenswürdigkeiten in der Natur oder von Menschen geschaffenen Sehenswürdigkeiten handelt.

TourCompass – Vom Touristen zum Reisenden